28
Jul

Was passiert mit den Daten bei Industrie 4.0?

Written by admin. Posted in Datenschutz, Software, Sonstige Fragen

Vernetzung im Unternehmen bringt Vorteile – keine Frage. Die Effizienz der Abläufe lässt sich steigern, Kundenwünsche können direkter erfasst sowie passgenau umgesetzt werden und vieles mehr. Klingt alles perfekt, wären da nicht die vielen Daten, die im Rahmen der neuen Prozesse ständig produziert werden. Denn hier ist Vorsicht geboten, weil selbst Informationen, die auf den ersten Blick völlig trivial erscheinen, aufgrund der Aggregierens verschiedener ,e am Ende eine Aussagekraft erhalten und damit Mal sensibel und somit schützenswert werden können.

06
Feb

Biometrie – leider unsicher!

Written by Bernd Fuhlert. Posted in Datenschutz, Internet, Privatsphäre, Software, Verbraucherschutz

Vor einigen Jahren wurde es noch als Science Fiction bestaunt, wenn per Fingerabdruck das Telefon entsperrt oder mittels Gesichtserkennung der Zutritt zu einem Hochsicherheitstrakt geöffnet wurde. Mittlerweile ist die biometrische Authentifizierung völlig unspektakulär in den Alltag eingezogen. Das bringt viele Vorteile mit sich – aber nicht ausschließlich. Insbesondere unter dem Aspekt des Datenschutzes gibt es hier beim Einsatz im Unternehmen einiges zu beachten. Im privaten Umfeld ist die Nutzung von Biometrie nichts Ungewöhnliches mehr, in jedem teureren Smartphone gehört der Fingerabdruckscanner bereits zur Grundausstattung. Kein Wunder, liegt doch der Vorteil klar ersichtlich auf der Hand: Nutzer müssen sich nichts mehr merken – wie leicht ist mal ein Passwort oder PIN vergessen – aber Hände und Augen sind immer dabei. Somit bietet sich die Authentifizierung über die persönlichen biometrischen Merkmale als ein sehr komfortables Verfahren nahezu automatisch an.

18
Mai

Industrie 4.0 – Im Mittelpunkt steht die Kommunikation

Written by admin. Posted in Datenschutz, Internet, Software, Sonstige Fragen

Die Mischung macht’s: Die Müsli-Kreation – übers Internet kombiniert und bestellt – wird automatisch abgefüllt, verpackt und versandt. Ein Scancode auf der Packung zeigt der Maschine, woran sie arbeitet. Mit diesem Beispiel lässt sich an der vierten industriellen Revolution Geschmack gewinnen. Mit automatisierter Warenwirtschaft, leistungsfähigen Rechner, Cloud-Services und dem Internet der Dinge, lassen sich identifizierbare Produkte individuell fertigen, angefangen beim geschmackvollen Müsli oder eigenwilligem Parfümduft bis hin zu Großserienproduktion von Spritzgusselementen, bei denen Materialwahl und Gestaltung während der Herstellung vom Produkt selbsttätig modifiziert wird. Mittels Scancode, RFID oder anderer Identifikationen, erkennt die Maschine, mit welchem Produktionsstück sie es zu tun hat, konfiguriert sich entsprechend und fertigt das Teil. Hierbei steht sie über Netzwerke mit anderen Teilnehmern des Produktionsprozesses in Verbindung, tauscht sich aus, plant, vermeidet Engpässe und vor allem Stillstand oder Fehlproduktionen. Und wenn Probleme auftauchen, die sich im Dialog der Maschinen nicht klären lassen, beziehen sie den Menschen ein, ganz von selbst und genau denjenigen, der die Lösung bringt.

16
Jul

Dürfen Unternehmen meine IP-Adresse speichern?

Written by Bernd Fuhlert. Posted in Datenschutz, Internet, Software, Sonstige Fragen

Obwohl umstritten, gehen die Aufsichtsbehörden davon aus, dass IP-Adressen zu den personenbezogen Daten zählen. Sie unterliegen damit dem deutschen Datenschutzrecht. Eindeutig ist die Rechtslage, wenn Webseitenbetreiber IP-Adressen mit personenbezogenen Daten zusammenführen und so den direkten Personenbezug selbst herstellen. Das ist z.B. der Fall, wenn ein Shopbetreiber bei einer Bestellung die IP-Adresse des Kunden zusammen mit dessen Bestelldaten speichert.

Nach § 13 Abs. 1 TMG muss der Webseitenbetreibers die Nutzer „zu Beginn des Nutzungsvorgangs über Art und Umfang und Zweck der Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten….“in allgemein verständlicher Form zu unterrichten“. Analysen des Nutzungsverhaltens mit ungekürzten IP-Adressen sind nur mit der bewussten und eindeutigen Einwilligung des Nutzers möglich. Ansonsten liegt ein Verstoß gegen Datenschutzbestimmungen vor. Ein solcher Verstoß kann mit Bußgeldern geahndet werden und Unterlassungsklagen der Betroffenen nach sich ziehen.

Was aber gilt in den Fällen, in denen IP-Adressen automatisch in Server Logfiles protokolliert oder von Tracking-Tools zur anonymisierten Analyse des Nutzerverhaltens gespeichert werden? „In Logfiles ist so weit wie möglich auf personenbeziehbare Daten (insbesondere IP-Adressen) zu verzichten“, so das Unabhängiges Landeszentrum für Datenschutz Schleswig-Holstein (ULD). In der Praxis sind die IP-Adressen unverzüglich durch ein nicht zurück auflösbares Kennzeichen zu ersetzen. Es gibt Software, die diese Anonymisierung automatisch vornehmen kann.

Eine immer aktueller werdende Frage angesichts der Lokalisierung von Personen mit Smartphones ist die Frage, ob IP-Adressen für eine Geolokalisierung im Rahmen der Analyse von Nutzungsverhalten verwendet werden dürfen. Auch hier hat das ULD Stellung bezogen. Danach erfordert eine Geolokalisierung mit vollständigen IP-Adressen zur Analyse des Nutzungsverhaltens die bewusste und eindeutige Einwilligung des Nutzers. Liegt diese nicht vor, muss die IP-Adresse so gekürzt werden, dass eine Personenbeziehbarkeit ausgeschlossen werden kann.

12
Jun

Ganz schon app-gebrüht, was da so passiert

Written by Bernd Fuhlert. Posted in Datenschutz, Internet, Privatsphäre, Social Media, Software, Sonstige Fragen

Smartphones und Computer Tablets bergen jede Menge unerwartete Tücken, die nach der Installation von sogenannten „Apps“ entstehen können. Das sind  kleine Anwendungsprogramme, die Smartphone- und Tablets-Nutzer auf ihren mobilen Endgeräten herunterladen können, um sich damit den Alltag oder verschiedene Aufgaben zu erleichtern. Solche Apps prognostizieren beispielsweise auf Fingertipp das Wetter für die nächsten Tage am aktuellen Standort, präsentieren brandaktuelle Fußballergebnisse, zeigen das örtlich nächste gut bewertete Restaurant und bieten ein buntes Angebot für Spielefans jeden Alters. Viele Apps werden zwar kostenlos angeboten, dahinter steckt jedoch bei einigen Programmen die klassische Abofalle.

Gratis App bedeutet nicht „Alles gratis“

Denn trotz kostenlosem Download der App für den User, soll sich für den jeweiligen Anbieter die Erstellung der App auszahlen. Dies geschieht mit Hilfe von Werbung. Zum Teil lauern hinter den Einblendungen allerdings Kosten- und Abofallen, die beim Antippen sofort zuschlagen und sich später auf der Mobilfunkrechnung des neugierigen Nutzers wiederfinden. Selbst bei Spielen für Kinder schrecken App-Anbieter und Werbetreibende nicht vor versteckten Kostenfallen zurück. Für die Kids nicht überschaubar, landeten diese oft bei kostenpflichtigen Spielen oder wurden mit eingeblendeten Werbeflächen neugierig gemacht.

Die Fallen: Einige dieser Werbeanzeigen übertragen automatisch die Kennnummer des Handys sobald sie berührt werden. Damit können Abzocker hinter der Anzeige über die Handyrechnung Geld abbuchen lassen. Was viele nicht wissen: Vielfach kaufen Telekommunikationsunternehmen die Forderungen für einen geringeren Preis auf, um sie dann als eigenen Anspruch geltend zu machen. Für den Verbraucher ist damit das Geld bei einer Abbuchungserlaubnis erst einmal weg.

Kinder stehen auch auf dem „Speiseplan“

Leider haben viele Abzocker vor allem auf Kids auf dem „Speiseplan“. Schließlich überlassen die Eltern ihr Handy gerne mal dem Nachwuchs, damit dieser sich auch mit der neuen Technik vertraut macht oder aber bei einem Restaurantbesuch, wenn das Essen auf sich warten lässt. Beliebte Apps bei den kleinen Handynutzern sind „Sprechender Kater Tom“ oder „Talking Gina“. Diese und viele andere kostenlose Apps finanzieren sich durch Anzeigen, die laufend in der App auftauchen. Das ist meistens der Moment in dem die Kinder sagen: „Das geht nicht mehr weiter!“ Wenn aber das Kind nun statt die Eltern zu fragen, versehentlich auf den falschen Button klickt, schließt es ein Abo ab – und die Eltern sind künftig im Extremfall bis zu 30 Euro im Monat los.

Bemerkt der Handykunde frühzeitig, dass ein zu hoher Betrag eingezogen wurde, kann er sein Geld zurückbuchen und Widerspruch gegen die Forderungen für die Abofalle einlegen. Allerdings hat er dann seine Handyrechnung nicht komplett bezahlt. Regressanforderungen des Telekommunikationsanbieters sind nicht ausgeschlossen. Spätestens dann sollte man einen Fachanwalt zu Rate zu ziehen.

Leider fällt es vielen Handynutzern erst viel später auf, dass Sie in die „Falle getappt“ sind. Das liegt vor allem daran, dass die wenigsten Nutzer in der Regel die eigene Telefonrechnung exakt prüft. Hier wird oft nur eine Plausibilitätsprüfung gemacht nach dem Motto: „65 Euro passt“. Hier bieten sich also Flatrates an, die Festnetz, Mobil und Datenpakete enthalten, weil diese eine klare Kostenkontrolle ermöglichen.

Abo-Bestätigung, die keine ist

Da die Anbieter  aber vom Gesetz gezwungen sind, über ein abgeschlossenes Abo zu informieren, erhalten Nutzer oft nur eine unklare Nachricht wie: „Die neuesten Spiele fuer dein Handy. Mit der Flatrate unbegrenzt runterladen.“ Dass damit ein Abo abgeschlossen wurde, ist für den Betroffenen nicht zu erkennen.

Wichtig ist es daher vor allem, präventiv tätig zu sein. Kleinkinder sollten ein Smartphone nur dann in die Hand bekommen, wenn die Funktion „Mobile Daten“ ausgeschaltet ist. Nur so kann ausgeschlossen werden, dass mit einem einfachen Klick auf  Apps oder Banner schon Kosten entstehen. Des Weiteren besteht die Möglichkeit, bei seinem Netzanbieter (O2, Vodafone, Telekom) eine Drittanbietersperre zu beantragen. Zwar können nicht alle Anbieter diese Sperre einrichten, aber Fragen kostet bekanntlich nichts. Der Vorteil liegt auf der Hand: Die Netzbetreiber unterbinden dann den Forderungseinzug, damit Drittanbieter nicht mehr über Ihre Handy-Rechnung Abopreise berechnen dürfen.